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Dienstag, 13. April 2010

ISAH - m) Illegal in Spanien (Sita)

Illegal in Spanien – Auf der Suche nach einer besseren Zukunft

Was erwarten so viele junge Afrikaner von Europa, die eine oft lebensgefährliche Reise auf sich nehmen? Was sind die Gründe, ihre Familien und ihre Herkunft zu verlassen und in die Fremde zu gehen? Welche Hindernisse mussten sie auf sich nehmen, um ihren Kontinent zu verlassen? Wie war die Reise um nach Spanien zu gelangen? Wie leben sie hier in Spanien und was sind ihre Wünsche und Ziele?
Ich habe mich mit diesen Fragen beschäftigt, da ich im Rahmen des Erasmus-Austauschprogrammes ein Auslandssemester in Südspanien (Huelva) absolviert habe und währenddessen die Möglichkeit hatte, in einem Praktikum bei der NGO „Accem“ mehr über diese Thematik zu erfahren. „Accem“ beschäftigt sich mit den Bedürfnissen von Flüchtlingen und illegalen Einwanderern in unterschiedlichen Bereichen.
Spanien gilt für viele Afrikaner als das „Tor Europas“, da die beiden Kontinente ganz im Süden von Spanien nur 14 km trennen. Im Stadtbild von Huelva sieht man, im Vergleich zu deutschen Städten viele Afrikaner, die an den Ampeln Taschentücher und Schmuck in der Innenstadt verkaufen oder mit Koffern am Bahnhof sitzen, wo sie auch übernachten.
Die Wege, über die meist West- und Nordafrikaner nach Spanien kommen sind unterschiedlich. Einige kommen legal mit einem Arbeitsvisum. Sie bekommen die Reisekosten und den Unterhalt von den Arbeitgebern bezahlt und arbeiten als Saisonarbeiter meist für 3 Monate in der Landwirtschaft. Die Arbeitsverträge werden durch Vermittler der spanischen Arbeitgeber in den Herkunftsländern unterzeichnet.
Spanien ist auf diese Arbeiter angewiesen, weil die meisten Spanier nicht die harten Arbeitsbedingungen auf sich nehmen wollen. Auf den Erdbeerplantagen in Huelva arbeiten sie z.B. 8 Stunden am Tag an 6 Tagen die Woche und bekommen pro Tag 35 Euro bezahlt. Nach 3 Monaten haben viele von ihnen körperliche Beschwerden.
Viele gehen nach diesen 3 Monaten nicht wieder zurück in ihr Land und lassen den bezahlten Rückflug verstreichen. Sie haben dann keinen gültigen Aufenthaltsstatus und keine Arbeitsgenehmigung. Im nächsten Jahr ist es sehr schwierig wieder eine Arbeit zu finden, da die Polizeikontrollen immer mehr werden und die Bußgelder für Arbeitgeber sehr hoch sind, welche Arbeiter ohne Genehmigung beschäftigen. Sie landen auf der Straße und haben keinerlei Ansprüche auf soziale Leistungen, abgesehen von der medizinischen Versorgung.
Ein weiterer Weg nach Spanien zu kommen, ist der weitaus gefährlichere mit den sogenannten „cayucos“ (Fischerbooten). Von der Westafrikanischen Küste legen sie ab und treten eine lebensgefährliche Reise zu den Kanarischen Inseln an. Viele kommen dabei ums Leben oder werden von der europäischen Grenzwache „FRONTEX“ daran gehindert anzukommen. Für die Reise auf den „cayucos“ müssen die Familien oft lange sparen und ihr Hab und Gut verkaufen. Die Schlepper, welche eine solche Reise organisieren, werben mit einem Bild von großen Chancen im „goldenen Europa“. Sogar Kinder im alter von 8 – 16 Jahren sind mit an Bord und werden nach Europa geschickt, weil die Familien die Hoffnung haben, aus der Armut zu entfliehen. Minderjährige stehen unter dem besonderen Schutz vom spanischen Staat. Sie kommen in ein Kinderheim, gehen zur Schule, bekommen eine Ausbildung und können nicht ohne weiteres ausgewiesen werden. Wenn sie mit 18 nicht die Bedingungen für einen Aufenthaltsstatus erfüllen, droht ihnen ebenfalls die Abschiebung und sie können „illegal“ werden.
Ein weiterer Weg, nach Spanien zu gelangen, ist der Weg über Marokko. Einige versuchen selbst mit kleinen Booten oder auch schwimmend nach Spanien zu gelangen. Andere verstecken sich in den Motoren der LKWs, die an den Häfen von Marokko stehen und mit den Schiffen nach Spanien transportiert werden. Auch diese Reise ist lebensgefährlich, da man genau wissen muss, wo man sich verstecken kann.
Wenn die Immigranten von der spanischen Polizei auf der Straße angehalten werden und nach ihren Papieren gefragt werden, droht ihnen die Abschiebung. Mit manchen Ländern, wie zum Beispiel Marokko, hat Spanien ein Rücknahmeabkommen und sie werden direkt wieder in ihr Herkunftsland gesendet. Je weiter die Herkunftsländer entfernt sind, desto unwahrscheinlicher ist eine Abschiebung, aufgrund der hohen Kosten für die Flüge.
Die Beweggründe, nach Europa zu kommen, ob mit einem Visum oder illegal, sind im Prinzip alle die gleichen. Auf der Suche nach einer besseren Zukunft und auf der Flucht vor den dortigen Verhältnissen. Im Vordergrund steht für sie alle, eine Arbeit zu finden und Geld zu verdienen. Die Hoffnung, in Europa ihr Glück zu finden und Wohlstand zu erlangen, wird von verschiedenen Seiten geschürt. Auch in den afrikanischen Medien wird berichtet, dass eine Fahrt mit den „cayucos“ oft mit dem Tod endet. Viele sagen: „Ich dachte in Europa kann man das Geld von der Straße pflücken“.
Dass sie ohne Papiere, ohne eine Arbeitsgenehmigung, ohne Aufenthaltserlaubnis und auch ohne eine Ausbildung auch hier keine Arbeit finden, ist vielen vorher nicht klar. Die Seifenblase des Traumes ist zerplatzt und die Realität, die sie dann erleben, ist sehr hart. Diejenigen, die erst eine Arbeit hatten bemerken, dass sie ohne Aufenthaltserlaubnis keine mehr finden. Sie landen auf der Straße, beziehen leerstehende, einsturzgefährdete Häuser, schlafen an Bahnhöfen und versuchen sich irgendwie über Wasser zu halten. Diejenigen, die ohne Arbeitsvisum kommen, landen auch auf der Straße und haben Angst von der Polizei erwischt zu werden. Sie wissen nicht, wie sie sich in der unbekannten Kultur verhalten sollen, kennen ihre Rechte nicht und können sich kaum verständigen. Es gibt in den ländlichen Gegenden von Andalusien viele Siedlungen, in denen sie in Hütten leben. Mit Plastikplanen, Brettern und allem was man so finden kann bauen sie die Hütten, kochen auf offenem Feuer und transportieren Wasser in großen Kanistern von umliegenden Leitungen.
Als psychologischer Stressfaktor kommt für viele noch hinzu, dass die Familien enormen Druck aufbauen. Sie glauben nicht, dass es keine Arbeit gibt und denken, das Geld wird für das eigene Vergnügen ausgegeben. Der Stolz der meisten Afrikaner, die ich getroffen habe, untersagt ihnen aber auch, der Familie ihre wirkliche Situation zu schildern. Außerdem wollen sie nicht, dass sich ihre Mütter unnötig Sorgen machen. So versuchen sie ein Bild aufrecht zu halten, welches nicht der Wahrheit entspricht und auch nicht das Bild von Europa gerade rückt.
Es kommen nur diejenigen in ihre Heimat zurück, die das Glück hatten Arbeit zu finden. Sie müssen meist sehr lange für den Flug und Geschenke für die Familie sparen. Dass sie in Spanien vielleicht nur gerade so über die Runden gekommen sind und gar nicht zu den großen Gewinnern gehören, verstehen die Familien nur selten. Es heißt dann: „ Du hast ein Auto, Du hast eine Arbeit also bist Du auch reich“. Verglichen mit den dortigen Verhältnissen stimmt das natürlich auch. Für die nächste Generation bleibt das Bild vom reichen und erfolgversprechenden Europa mit einem direkten Vorbild bestehen und man denkt sich: „Wenn er es geschafft hat, kann ich es doch auch schaffen.“ Das bei dieser Reise so viele ums Leben kommen oder nie eine richtige Arbeit finden wird dabei ausgeblendet.
Trotz der schwierigen Lage, in der sich die Afrikaner in Spanien befinden, habe ich kaum einen getroffen, der wirklich zurück will. Sie sind die Hoffnung der ganzen Familie. Wenn sie nicht ausgewiesen werden bleiben fast alle, verhalten sich unauffällig und warten auf ihre Papiere. Nach der jetzigen rechtlichen Lage können sie nach 3 Jahren illegalem Aufenthalt eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für ein Jahr bekommen. Sie benötigen dazu unter anderem einen Arbeitsvertrag, einen Nachweis über die Dauer ihres illegalen Aufenthalts und einiges mehr. Bei vielen scheitert es allein bei dem Nachweis über ihren Aufenthalt, da sie nie registriert worden sind. Die Hoffnung aber doch irgendwann einmal die nötigen Papiere zu bekommen und Geld zu verdienen bleibt sehr lange bestehen. Nach einer gewissen Zeit in Spanien wird ihnen auch bewusst, dass sie gar nicht mehr in Afrika leben könnten. Sie sagen, es gibt dort noch weniger Zukunft für uns als hier in Spanien. Sie träumen weiter und denken, wenn sie erst nach Deutschland kämen, wo es genug Arbeit für alle gibt, dann wird alles besser…
Interview mit Bathi, einem Immigranten aus Senegal
Ich kenne Bathi von der NGO „Accem“, in welcher ich mein Praktikum absolviert habe. Er lebt dort mit 5 anderen für 3 Monate in einer Wohnung für illegale Immigranten. Dort bekommt er ein kleines Taschengeld, Verpflegung und Hilfe von sozialpädagogischer sowie juristischer Seite. Nachdem ich die Bewohner dieser Wohnungen etwas kennen gelernt hatte, habe ich sie gebeten, mir mehr über ihre Geschichte zu erzählen.
Bathi ist 26 Jahre alt und ist in Dakar, der Hauptstadt von Senegal, geboren. Vor 2 ½ Jahren ist er mit dem „cayuco“, auf den Kanarischen Inseln angekommen. Er hat eine sehr große Familie, sein Vater hat insgesamt 13 Kinder von 2 Frauen. Der Vater lebt zusammen mit seinen Frauen und einigen der Kinder in einem Haus in Dakar. Einer der Söhne ist nach England gegangen und hat dort eine Deutsche geheiratet. Er hilft der Familie wenn er kann. Früher hat er auch Bathi Geld gegeben. Wenn Bathi selbst etwas Geld hat, schickt er es sofort nach Hause. In Senegal hat Bathi als Fischer etwas außerhalb von Dakar gearbeitet. Diese Arbeit war nicht zum reich werden, aber auch nicht sehr schlecht.
  • Bathie, wie hast Du das erste mal von der Möglichkeit erfahren im „cayuco“ nach Spanien zu kommen?
Bathie: " das hab ich schon vorher gewusst, aber mehr oder weniger 2 Jahre vor der Abreise hab ich darüber nachgedacht, nach Europa zu gehen und mein Glück dort zu suchen."
  • Wie war Dein Bild von Europa und was hast du Dir von Deinem Leben hier erwartet?
Bathie: "ich dachte, ich könnte hier arbeitet finden. Außerdem wollte ich die Weißen kennenlernen um zu wissen, wie die sind. Ich wusste, dass es auch in Europa Arme gibt ich dachte aber es wäre leichter, Arbeit zu finden. Ein Freund von mir, der jetzt in Madrid lebt und eine Arbeit hat, hat mir empfohlen zu kommen. Die Leute sagen immer, dass Europa zum Leben sehr gut ist.
  • Wie lange hast Du Deine Reise im „cayuco“ geplant und wusste Deine Familie davon?
Bathie:"Ich musste 2 Wochen warten bis das „cayuco“ startklar war und wir ausreichend Personen waren. Einige Tage vor meiner Reise habe ich meinen Vater und meinen großen Bruder um Erlaubnis gebeten, gehen zu dürfen. Ich habe nicht mit meiner Mutter gesprochen, weil die zu besorgt war. Mein Vater wollte, dass ich gehe, um der Familie zu helfen."
  • Wie viel hat die Reise gekostet und wie hast Du diese bezahlt?
Bathie: " Für einige kostet die Reise nichts, viele nehmen ein schlechtes Boot und sterben auf dem Weg. Ich habe 45000 CFA bezahlt, was mehr oder weniger 70 Euro sind. Andere bezahlen bis zu 1000 Euro. Meine Familie hat mir geholfen, die Reise zu bezahlen."
  • Wie viele Menschen waren mit Dir an Bord?
Bathie:" Wir waren 84 Personen in einem sehr kleinen Boot, alle sitzend, ganz eng beieinander. So haben wir geschlafen, gegessen und gewartet anzukommen.“
  • Wie lange hat die Reise von Senegal auf die Kanarischen Inseln gedauert?
Bathie:" 9 Tage im „cayuco".
  • Was ist während der Reise passiert, hattest Du Angst?
Bathie: " Es gab einen sehr starken Wind und es war sehr, sehr kalt. Ich hatte keine Angst, weil ich das Meer von meiner Arbeit kenne, aber andere hatten große Angst. Sie kennen das Meer nicht und konnten nicht in Richtung Meer blicken und sich nicht bewegen. Sie konnten nicht essen und nicht zum urinieren gehen, weil ihre Angst so stark war. Bei uns im Boot ist keiner gestorben, aber als wir ankamen sind 2 Männer gestorben. In anderen Booten sind 4 Freunde von mir ums Leben gekommen, man hat sie einfach über Bord geworfen… ich weiß, dass diese Reise sehr gefährlich ist."

  • Hättest Du die Reise gemacht, wenn Du gewusst hättest, wie gefährlich sie ist?
Bathie:" ich habe vorher gewusst, dass viele Menschen sterben, weil ich es im Fernsehen gesehen habe. Aber weil so viele Freunde von mir gefahren sind, wollte ich auch gehen und mein Glück in Europa versuchen."
  • Wo seid ihr angekommen und was ist danach passiert?
Bathie: " Wir sind auf den kanarischen Inseln gelandet, in Teneriffa. Dort sind wir in einem centro für 20 Tage geblieben. Andere bleiben länger, bis zu 40 Tagen.
  • Wie war es dort, wie waren die Menschen die dort arbeiten, hattest Du Essen?
Bathie:" Ja, wir hatten alles. Die Menschen, waren sehr freundlich zu uns und die Polizei hat Karten mit uns gespielt. Ich habe mit 6 Personen in einem Zimmer geschlafen. Es gab auch essen und ein Telefon, um seine Familie anzurufen. Das hat aber Geld gekostet."
  • Wo bist Du nach Teneriffa hingekommen?
Bathie: "Wir wurden nach Madrid geschickt, wo wir eine Woche in einem Hotel geschlafen haben. Die Mehrheit von uns hatte keinen Pass, weil sie ihn über Bord geworfen hatten. So ist es für die Polizei schwieriger, Dich in Dein Herkunftsland zurück zu schicken. Nach der Zeit in Madrid haben sie uns für 10 Tage nach Valencia geschickt, dort hat die Polizei uns Glück gewünscht und wir konnten gehen. Ich bin nach Bilbao gegangen, weil dort ein Freund meiner Schwester lebt. Dort konnte ich 2 Monate leben und essen. Sie waren sehr freundlich zu mir, aber ich wollte nicht länger dort bleiben ohne etwas zu bezahlen. Ich habe angefangen, Filme auf der Straße zu verkaufen aber die Polizei hat mir das dann verboten. Ich wollte mein Glück suchen und bin nach Barcelona gegangen. Dort habe ich eine Woche auf der Straße gelebt und im Dreck geschlafen. Ich habe einen Landsmann aus Senegal getroffen und konnte in seiner Wohnung für 150 Euro bleiben. Das Geld hatte mir der Freund aus Bilbao gegeben. Ich habe dann in Barcelona Sonnenbrillen verkauft. Dann bin ich nach Murcia umgezogen und habe auf Orangenplantagen gearbeitet. Mal hatte ich eine Arbeit, mal nicht…
  • Wann hast Du das erste Mal von den NGOs erfahren, um nach Hilfe zu bitten?
Bathie: “ Das war in Valencia als ich zum zweiten mal dort war. Dort habe ich das „Rote Kreuz“ kennen gelernt und danach in Huelva „Accem“.
  • Wie geht es Dir momentan, hast Du Arbeit?
Bathie: “Momentan ist es sehr schwierig, Arbeit zu finden, wenn man keine Papiere hat. Früher war das leichter, jetzt habe ich gar keine Arbeit.“
  • Weiß Deine Familie von Deiner Situation hier in Spanien?
Bathie: “Meine Mutter nicht, weil ich sie nicht beunruhigen will. Mein Vater mehr oder weniger. Er sagt ich bin ein Mann, habe Eier und soll Geduld haben, Arbeit zu finden.“
  • Würdest Du gerne nach Senegal zurück?
Bathie: “Ja, würde ich schon gerne. Aber erst mal will ich die 3 Jahre abwarten, bis ich Papiere habe. Mit Geld wäre das Leben in Senegal besser für mich, hier habe ich keine Familie.”
  • Was denkst Du jetzt über Spanien und über die Menschen hier?
Bathie: “ es gibt immer gute und schlechte Menschen, egal wo. In Spanien, in Senegal und auch in Deutschland.“
  • Wenn Du könntest, würdest Du jetzt nach Senegal zurück?
Bathie: “Wenn mich mein Chef anrufen würde und mir sagt ich könnte wieder für ihn arbeiten, ja.”
  • Wie willst Du zurück, nochmal mit dem Boot oder wie könntest Du den Flug bezahlen?
Bathie: “ Nein, nicht wieder mit dem Boot, das geht nicht, mit dem Flugzeug. Ich könnte Filme auf der Straße verkaufen und meinen Ausweis mitnehmen. Wenn mich die Polizei fragt und meinen Pass sieht schicken sie mich zurück nach Senegal. Aber manchmal machen sie das nicht, einem Freund von mir haben sie gesagt, wenn Du mit dem Boot gekommen bist kannst Du auch so wieder zurück. Ich kann auch die Leute auf der Straße fragen, ob sie mir helfen.“
  • Was sind die Pläne für Deine Zukunft?
Bathie: ”jetzt will ich erst mal die 3 Jahre abwarten, um die Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Wenn nicht, will ich nach Senegal zurück. Wenn ich sie habe auch. Aber ich will mit Geld zurück kommen, mit einem Auto, einem Haus und einer Frau. Ich möchte in Senegal ein Haus bauen und den Armen dort helfen…..“
So wie Bathi geht es vielen Immigranten in Spanien und die einzelnen Geschichten unterscheiden sich nur an äußerlichen Merkmalen wie Alter, Herkunftsland, Familiengeschichte etc. Die meisten sind junge Männer zwischen 20-30 Jahren. Nur wenige haben eine gute Bildung, einige können nicht mal ihren Namen schreiben. Nur wenige haben das Glück durch eine NGO in einer Wohnung untergebracht zu sein. Für sie sind Anlaufstellen wie zum Beispiel das Rote Kreuz sehr wichtig. Dort können sie ihre Kleidung waschen, duschen, etwas Warmes essen und vielleicht eine juristische Beratung bekommen. Die Gesetze werden auch in Spanien jedes Jahr verschärft und so wird es immer schwieriger in Europa Fuß zu fassen.

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